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Förderprogramm HDD-Technik

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Förderprogramm HDD-Technik

DCA legt neues Förderprogramm für wissenschaftlichen Nachwuchs auf

Programm ersetzt den bisherigen Förderpreis

Der DCA hat im Jahr 2000 damit begonnen, wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der gesteuerten Horizontalbohrtechnik durch Vergabe eines Förderpreises zu unterstützen. Dieser Förderpreis war dotiert mit € 5.000 und wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach für viele innovative Ideen vergeben. Seit 2012 hat sich leider kein adäquates Thema gefunden, für das der Preis vergeben werden konnte. Dies hat unterschiedliche Gründe. Zum einen mangelte es an entsprechenden Themen, die an den DCA herangetragen wurden und zum anderen fehlte auch eine verantwortliche Person im Vorstand, die sich mit der Vergabe dieses Förderpreises auseinandersetzt. Dies soll sich nun ändern.

Der Vorstand des DCA hat beschlossen, an Stelle des Förderpreises ein neues Förderprogramm aufzulegen, mit dem Studienarbeiten, Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten zu interessanten Themen rund um die HDD-Technik im Zuge der Erstellung unterstützt werden sollen. Das Förderprogramm wird jährlich mit 5.000 € ausgestattet und je nach vorliegenden Themen angepasst. Ansprechpartner für das neue Förderprogramm wird zukünftig Jörg Himmerich, Mitglied im DCA Vorstand, sein.

„Wir wollen proaktiv auf Hochschulen zugehen und sie darüber informieren, dass ein solches Förderprogramm durch den DCA für die HDD-Technik existiert.“

Somit können die Hochschulen Themen für die Erstellung von Studienarbeiten, Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten im Vorfeld einer Bearbeitung mit dem DCA abstimmen. Dem DCA ist es gelegen, mit dem Förderprogramm innovative Ideen zu unterstützten und auch zu honorieren. Über unsere breite Mitgliederschaft an ausführenden Bohrfirmen, Vorhabenträgern, Planungsbüros und Zulieferindustrie ist es uns auch möglich, einen entsprechenden Praxisbezug in einem solchen Vorhaben der Hochschule mit einzubringen. Weiterhin kann eine direkte aktive Begleitung einer solchen Studien-, Bachelor- oder Masterarbeit in Form eines Zweitprüfers aus den Reihen der DCA-Mitglieder erfolgen. Die Vorstellung der geförderten Arbeiten erfolgt dann wie bisher im Rahmen der DCA Jahrestagung Anfang Oktober.

Hochschulen, die im Bereich der gesteuerten Horizontalbohrtechnik tätig werden wollen und für ihre Studierenden nach Themen suchen, die für die Erstellung von Studien-, Bachelor- oder Masterarbeiten genutzt werden können, können wir mit den folgenden Themen auch schon ein erstes Angebot unterbreiten. Selbstverständlich können diese Themen auch in Abstimmung mit dem DCA angepasst oder abgewandelt werden. Sprechen Sie dazu am einfachsten Jörg Himmerich direkt an.

Themenbereiche

Von HDD-Baustellen geht, wie von allen anderen Baustellen auch, eine Lärmemission aus. Diese muss im Zuge der Genehmigungsplanung regelmäßig bewertet werden. Hierfür müssen Lärmgutachten erstellt werden, um sicherzustellen, dass Schutzgüter nicht durch den emittierten Lärm geschädigt werden. Bei der Erstellung dieser Lärmgutachten kann unterschieden werden zwischen Lärmquellen, die dauerhaft Lärm emittieren, und Lärmquellen, die nicht in Dauerbetrieb Lärm emittieren. Bei einer HDD-Baustelle gibt es unterschiedliche Komponenten, die für den einen oder anderen Betriebszustand infrage kommen. Im Zuge einer Untersuchung soll überprüft werden, welche Geräte der Baustelleneinrichtung in welchem Umfang im Dauerbetrieb oder im Teilbetrieb arbeiten und welche Lärmpegel von diesen emittiert werden. Dabei sollen unterschiedliche Geologien berücksichtigt werden, Es soll auch der Frage nachgegangen werden, ob mit einem entsprechenden Baustellenmanagement die Abwicklung einer HDD-Baumaßnahme gewährleistet werden kann und der emittierte Lärm entsprechend den Anforderungen beherrscht wird. Hierbei kann es z. B. unterschiedliche Durchführungskonzepte für Tages- und Nachtzeiten geben.

Beim Auffahren der Pilotbohrung und auch im Aufweitvorgang kann es zu Vibrationen im Baugrund kommen. In der bisher vorliegenden Literatur können keine Anhaltswerte für solche Vibrationen entnommen werden. Es soll untersucht werden, in welcher Form solche Vibrationen beim Durchörtern unterschiedlicher Geologien entstehen und inwieweit diese schädlich auf die Umgebung der Bohrungen sind. Neben den eigentlichen Bohrtätigkeiten kommt es auch zu Vibrationen im Bereich der BE-Fläche durch die Spülungsaufbereitung und die Separation. Auch hier sind die Schwingungswerte von unterschiedlichen Komponenten zu ermitteln und es ist ein Abgleich durchzuführen, ob diese schädlich auf die Baustellenumgebung wirken können.

Erfolgt der Rohreinzug mit einem offenen Ziehkopf, dann dringt die Bohrspülung über den offenen Ziehkopf in die einzuziehende Rohrleitung ein. Es ist zu untersuchen, welche strömungsmechanischen Prozesse hier von statten gehen. Es sollen Modelle entwickelt werden, mit denen, unter Berücksichtigung des thixotropen Verhaltens der Bohrspülung, ein ausreichendes Eindringen der Bohrspülung in den einzuziehenden Rohrstrang gewährleistet wird. In der Regel dient die Bohrspülung innerhalb der einzuziehenden Rohrleitung der Reduzierung der Auftriebskräfte und auch der Verhinderung von kritischen Beullasten aufgrund des äußeren Überdrucks der Bohrspülung auf die Rohraußenseite.

Sind Sie Studierender oder Mitarbeitender an einer europäischen Hochschule und finden Sie eines der  Themen interessant?

Dann sprechen Sie gern Jörg Himmerich an.

Der DCA bietet allen Bohrunternehmen, Planungsbüros, Vorhabenträgern und auch der Zulieferindustrie gerne an, solche oder ähnliche Themen aufzugreifen und als Schnittstelle zu entsprechenden Hochschulen zu fungieren. Neben der Berücksichtigung im Zuge dieses Förderprogrammes wäre es damit auch möglich, dass entsprechende Fragestellungen durch die Begleitung des DCA eine Allgemeingültigkeit erzielen können und eine Berücksichtigung in den allgemein anerkannten Regeln der Technik damit erleichtert wird. Auch hier können Sie Jörg Himmerich jederzeit ansprechen, wenn Sie ähnlich geartete Fragestellungen aus Ihrem Alltag kennen, bei denen Sie der Auffassung sind, dass diese für die Berücksichtigung in einem solchen Förderprogramm geeignet wären.

Bisherige Förderpreise

Name:

Edda Bockelmann

Ausbildungsinstitut:

Hochschule 21

Thema:

HDD ohne Rohrbaufläche

Name:

Marie Cebrian

Ausbildungsinstitut:

École Supérieure d’Ingénieurs de Poitiers, Frankreich

Thema:

„Study of ground stability during and after the passage of HDD for pipe installation and impact on existing structures“

Name:

Dipl.-Ing. Stefan Roßbach

Ausbildungsinstitut:

Technische Universität Clausthal-Zellerfeld

Thema:

“Erweiterte Untersuchungen zur Optimierung des Einziehvorganges von Rohrleitungen mittels HDD-Technologie unter besonderer Berücksichtigung der Übertragbarkeit in die Praxis.”

unterstützt durch: E.ON Ruhrgas AG und RWE Westfalen-Weser-Ems Netzservice GmbH

Name:

Dipl.-Ing. Stefan Roßbach

Ausbildungsinstitut:

Technische Universität Clausthal-Zellerfeld

Thema:

“Untersuchungen zur Optimierung des Einziehvorganges von Rohrleitungen mittels HDD-Verfahren”

Name:

Markus Lapke und Lasse Leif Elbe

Ausbildungsinstitut:

Fachhochschule Oldenburg

Thema:

  1. „Spülbohrlösungen im Horizontal Directional Drilling“
  2. „Bewertung des Umwelteinflusses von HDD-Bohrspülungen“

Name:

B.A.M. Keulen und R.J. Vos

Ausbildungsinstitut:

Delft University of Technology, Delft (Niederlande)

Thema:

  1. „Maximum pressure drilling fluid in sand soils during horizontal directional drilling“
  2. „Uncontrolled loss of bentonite during HDD“

Name:

Christine Malfoy

Ausbildungsinstitut:

Ecole supérieure d´ Ingenieurs de Poitiers, Frankreich

Thema:

„A better knowledge of bentonite fluids for directional drilling: physical, chemical, rheological properties to control flow conditions“